Rückblick Jubiläums-Chochete 20 Jahre Chochclub Ambrosia

Wir haben es geschafft. Nun sind wir keine Teenies mehr, nein jetzt sind wir ausgewachsene Twens !

Am vergangenen Freitag durften wir unseren 20-sten Geburtstag feiern. Schön, mit vielen lieben Leuten um uns herum, festlich aufgedeckt, Blumen auf dem Tisch, Diashow mit Bildern der letzten 20 Jahre, und – ja – ein bisschen Chaos war natürlich auch dabei.

7 Köche waren da, und insgesamt 27 Personen sassen rund um einen grossen Blocktisch. Der Gemeindepräsident war mit dabei, der Präsident des zweiten Chochclubs im Dorf, unsere lieben Partnerinnen. Soweit so gut.

Mit dieser Gästeschar war von Anfang an klar, dass wir nicht genug Platz in unserem Kochlokal im Schulhaus finden würden. So hatten wir bei der Gemeinde angefragt, ob wir für einmal den kleinen Saal im Gemeindezentrum und die dazugehörige Saalküche benutzen dürften. Wir durften.

Ich hatte die Lokalität vor unserem Grosseinsatz zweimal besucht und mir alle Gegebenheiten, Ausrüstung, Technik etc. angeschaut, fotografiert, Pläne gemacht. Aber: Erstens kommt es anders und Zweitens als Du denkst.

Als wir am Freitagmorgen kurz vor 11 Uhr mit unseren Utensilien in die Küche kamen, war darum herum eine riesige Baustelle und die Küche selber war so gut wie leergeräumt. Ein Pächterwechsel hat uns diese Überraschung eingebrockt. Alle Utensilien, alles, alles war in zwei kleinen Räumen weggeräumt. Wir haben fast alles gefunden, haben uns durch die Schwierigkeiten gewuselt. Was Dich nicht umbringt, macht Dich stark. Jetzt weiss ich, was das bedeutet.

Die zweite Schwierigkeit habe ich mir selber eingebrockt. Mein Enthusiasmus hat zu grosse Wellen geworfen. Ich habe viel zu viel rezeptiert, viel zu viel Essen geplant. Herzlichen Dank an Alle die mich am Freitag-Abend ertragen und unterstützt haben.

Der Apero sollte im Stehen genossen werden. Wir hatten Gäste, die weder Fisch noch Fleisch essen. So gab es für alle Geschmäcker etwas Gutes. Und der Teil hat wirklich funktioniert. Wenn Ihr die Strudel-Bonbons auch zu einem Apero geben wollt: bitte halbieren, die Gäste werden es Euch danken.

Die Sauerkrautsuppe war ein tolles Erlebnis. «Nackig», oder mit Rauchlauchs- oder Rippli-Einlage.

Das Entremet hat sehr gefallen. Natürlich hatte ich auch ein paar Rezepte vorgesehen, die irgendwie mit unserer Koch-Vergangenheit zu tun hatten. So war am 40-sten Geburtstag on Hanspeter vor sehr langen Jahren der Nüssli-Salat (Feld- oder Ackersalat für die Deutschen Leser) ein grosser Stolperstein. Jetzt, am Jubiläum hat es geklappt: frisch, knacking, zart. In die grüne Lust haben wir kleine Tomatenwürfel eingestreut und in die Mitte ein gefülltes Ofenküchlein (Windbeutel) gesetzt. Beide Füllungen (geräuchtes Forellenfilet und Brokkoli-Mousse) haben grossen Anklang gefunden.

Der nächste Gang kramte auch tief in unseren Erinnerungen: für Carnivoren zauberte Walti sagenhafte Ossi bucchi in die Teller. Jürg konnte von der erstklassigen Gross-Technik in der Saalküche profitieren: die Fischfilets mit den Scampi konnten sich auf einem schönen Gemüsebett bei 80° und 50 % Luftfeuchtigkeit aufs Schönste entwickeln. Und dann gab es noch ausgehöhlte Tomaten, mit einem Ei gefüllt und im Ofen gebackten. Das alles mit Risotto, 3 Gemüsen ….. Ja, das war zu viel. Und beim Risotto hat sich die erstmals erprobte Methode mit Vor- und dann Fertigkochen überhaupt nicht bewährt. Die Gäste haben es uns verziehen.

Wir haben unseren Gästen 3 verschiedene Tarte Tatins gebacken. Und hier hat mir die unbekannte Gross-Technik in der Küche wohl einen Streich gespielt. Karamell hat geklappt, Früchte backen hat geklappt, Teigdeckel backen – hat geklappt, aber leider viel zu fest. Sehr, sehr knusprig-knackig. Meine Frau Theres hat gerettet was zu retten war. Ihre Ausbildung als Operations-Schwester hat da wohl sehr geholfen. Den Gästen hat das Zucker-Festival geschmeckt.

So schaue ich, immer noch ein bisschen angestrengt, auf einen tollen Abend zurück. Danke liebe Gäste für Euer Verständnis und Geduld.

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