Rückblick zur Chochete vom 24. Januar 2020

Am Freitag waren Glücksmomente angesagt. Es hat geklappt mit einem kleinen Fehlerchen: Schönheit hat gewisse Kanten ….

Suppe kochen braucht viele Talente: bereits das sorgfältige Durchlesen eines Rezepts ist anspruchsvoll und dann auch die Erkenntnis, dass die Suppe eigentlich am Anfang des Abends serviert werden sollte. Was aber ist das Wichtigste: es muss gut schmecken und da gibt es nun überhaupt nichts zu meckern. Unsere Chicoréesuppe mit Salamistreifen und Baumnüssen war ein wirkliches Erlebnis. Der Apfelsaft und die Baumnüsse haben für ein eindrückliches Resultat gesorgt. Wenn ihr es nachkocht bitte beachten, dass ein Teil der Chicorée ungekocht als Deko oben auf die Suppe kommt …

In den Tagen vor dem neuen Jahr durfte ich bei einer Einladung bei Elisabeth eine alte Spezialität aus dem Oberwallis geniessen: Cholera. Mein Sohn hat mir dazu erklärt, dass in diesen warm zu geniessenden Kuchen alles was Haus und Hof zu bieten hat, Platz haben kann. Kartoffeln, Lauch, Äpfel oder Birnen oder … Nach der Einladung habe ich – dem Internet sei Dank – das Rezept im Migros Magazin vom April 2013 gefunden. Das wäre ja eigentlich eine vollwertige Hauptmahlzeit. Wir haben es als Entremet genossen.

Dann hat Otto unser in asiatischen Speisen erfahrener Altmeister zum Tanz gebeten. Hervorragend gelungen. Wir mussten alle ein bisschen grinsen, weil wir bei Leo (der als Ottos linke Hand an der Pfanne wirkte) den (zu) stark ausgeprägten Willen wild in der Pfanne zu rühren, immer wieder bremsen mussten. Auch die Diskussion, warum auf einem «schönen» Teller die Tellerfläche immer noch zu sehen ist, gehört dazu.

Herzlichen Dank an Leo. Er hat uns mit einem fantastischen Pinot Noir aus einer seltenen Lage verwöhnt. Eine angeregte Diskussion über Weinfehler führt vielleicht zum Besuch eines entsprechenden Seminars in der Zukunft.

In der süssen Ecke hat Sven sehr erfolgreich gewirkt. Ich hatte ein Rezept für ein Beeren Trifle mitgebracht. Trifle (übersetzt Kleinigkeit) sind Nachspeisen mit mindestens 3 Schichten. Das britische Original kommt in dieser Form aus dem 18. Jahrhundert. Die unterste Schicht sollten Kuchenreste sein. Kuchenreste bei uns ? Gibt es nicht, die werden vorher verputzt. So haben wir uns die unterste Schicht gleich selbst gebacken: die Aprikosen-Cookies mit getrockneten Aprikosen waren dafür genau richtig. Dann Magerquark als Erfrischung und frische Beeren.

Wir haben geschwelgt. Viel Freude beim Nachkochen !

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